50 Jahre Arbeiterwohlfahrt

in Billinghausen & Müssen

 

Jubiläums-Veranstaltung

am Samstag, 09.09.2017, 15:30 Uhr,

im TuS-culum in Lage-Müssen

AWO-Ortsverein

Müssen-Billinghausen e.V.

 

Günter Weiß

Steinweg 17

32791 Lage

 

 

An alle Mitglieder des

AWO-Ortsvereins

Müssen-Billinghausen e.V.

 

 

 

              Einladung

zum 50-jährigen Bestehen der

AWO Müssen-Billinghausen e.V.

 

Liebe Vereinsmitglieder,

unser AWO-Ortsverein möchte Sie herzlichst zu seiner Jubi-läums-Veranstaltung am Samstag, den 09. September 2017 um 15:00 Uhr in das TuS-culum in Lage-Müssen einladen.

 

Wir bitten aus organisatorischen Gründen um eine Teilnahme-bestätigung bis zum 20.08.2017 unter der Telefonnummer 05232 / 7359 oder per E-Mail an "weissbhausen@t-online.de".

 

Mit freundlichen Grüßen

gez. Günter Weiß

  1. Vorsitzender                 Abschrift der Originaleinladung

Programmablauf

 

1.  Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Günter Weiß

2.  Grußwort Stadt Lage

3.  Grußwort AWO-Kreisverband Lippe

4.  Unterhaltung mit Wilfried Niederjohann

5.  Festansprache Pastor Ulrich Wilkens

6.  Grußwort der Gäste

      a) AWO-Stadtverband Lage

      b) Örtliche Vereine

7.  Unterhaltung mit Wilfried Niederjohann

8.  Ehrung 50-jährige Mitgliedschaft und Ehrenmitglieder

     Laudatio: Heinz Doil

9.  Spenden-Übergabe

10. Unterhaltung mit Wilfried Niederjohann

11. Schlußwort 1. Vorsitzender Günter Weiß

 

Gemütliches Beisammensein mit Speisen und Getränken

 

Änderungen vorbehalten           

Die fleißigen Helferinnen und Helfer sorgen für die Herrichtung des TuS-culum
Der Aufbau im TuS-culum ist fertig, die Jubiläumsfeier kann beginnen
So langsam treffen die Gäste ein und nehmen Platz
Moderator Rolf Vothknecht

Moderation

Rolf Vothknecht

 

Sehr geehrte Gäste,

liebe Vereinsmitglieder,

 

herzlich willkommen zu

unserer heutigen Jubiläums-Veranstaltung  

      

50-Jahre Arbeiterwohlfahrt

in Billinghausen und Müssen

 

Zunächst darf ich mich kurz vorstellen, mein Name ist Rolf Vothknecht und ich habe heute die Ehre, Sie durch das Programm zu führen und dafür zu sorgen, dass hier vorne am Rednerpult kein Gedränge unserer redefreu-digen Gäste entsteht.

 

Als erstes darf ich nun unseren 1. Vorsitzenden Günter Weiß bitten, die offizielle Begrüßung vorzunehmen und anschließend seine Worte an Sie zu richten.

Begrüßung durch den

1. Vorsitzenden

Günter Weiß

 

Sehr geehrte Gäste,

liebe AWO-Freunde,

 

ich begrüße euch hier zu dieser außengewöhnlichen Versammlung sehr herzlich.

 

Unseren Ehrengästen möchte ich ein ganz besonderes Dankeschön für ihr Erscheinen zurufen.

 

Es sind diese:

 

Frau Fieke, stv. Bürgermeisterin der Stadt Lage

Herr Stall, Geschäftsführer des AWO-Kreisverbandes Lippe

Herr Pfarrer Wilkens, Kirchengemeinde Stapelage-Müssen

Herr Rottschäfer, TuS Müssen-Billinghausen

Herr Petersmeier, BSV Müssen

Herr Kuhlmann, Gartenfreunde Billinghausen-Müssen

Frau Stock, Vertreterin von Frau Ute Schäfer

 

Noch einmal ein herzliches Willkommen Ihnen allen!

Meine Damen und Herren,       liebe Freunde der AWO,

 

eurer Aufmerksamkeit ist es sicher nicht entgangen, dass es an der üblichen Tischde-koration fehlt.

 

Das ist Absicht!!!

 

Der Vorstand möchte damit den fleißigen Helferinnen und Helfern die Möglichkeit geben, an der einmaligen Feier ohne Druck teilnehmen zu können.

 

Er hat sich bewusst für das PsP-Prinzip „Pappe statt Porzellan“ entschieden.

 

Einige junge Helfer bringen euch gern Getränke an den Tisch, ein kleiner Wink genügt!

Ein Blick in das gut gefüllte TuS-culum
Günter Weiß, 1. Vorsitzender AWO Ortsverein Müssen-Billinghausen e.V.

Festansprache

Günter Weiß       

 

    1967 – 2017

         50 Jahre        

    Arbeiterwohlfahrt

            in

   Müssen-Billinghausen

 

50 Jahre jung, AWO-Ortsver-ein Müssen-Billinghausen e.V. und das Herz immer am rechten Fleck!

 

Vor 50 Jahren, also 1967 haben Wilhelm Rosenhäger und seine Freunde mit Unterstützung von Herrn Kraaz vom Kreisverband Detmold den AWO-Ortsverein Billinghausen gegründet.

 

Wenige Monate später, im Jahre 1968, wurde in Müssen eben-falls ein AWO-Ortsverein unter dem Vorsitz von Rudolf Preuß gegründet.

 

Das bedeutet 50 Jahre soziales Engagement!

 

Ein Blick in das Protokollbuch zeigt die Leistungen, die von diesem Ortsverein in der Zeit erbracht wurden und wofür wir auch heute noch stehen.

Bereits Anfang der 70er Jahre widmete sich unser Verein der Verschickung erholungsbedürftiger Mütter, Kinder und Senio-rinnen und Senioren aus beiden Ortsteilen in schöne Orte un-seres Landes.

Am 20. Oktober 1972 schlossen sich dann die beiden Ortsver-eine Billinghausen und Müssen zum Ortsverein Müssen-Billing-hausen unter dem Vorsitz von Heinrich Wittenbröker zusam-men, um eine größere Leistungskraft zu erlangen.

 

Nur 3 Jahre später, 1975, zahlte sich der Zusammenschluss aus.

Der große Verein konnte in der Schule Billinghausen die heute noch immer sehr beliebte Senioren-Begegnungsstätte einrich-ten.

Weitere Angebote für aktiv bleiben-wollende Seniorinnen und Senioren konnten verwirklicht werden.

 

Seit 1981 treffen sich regelmäßig 24 Damen und Herren in der Turnhalle, um sich durch altersgerechte Gymnastik fit zu hal-ten.

Der Gymnastikgruppe folgte bald die Tanzgruppe mit ca. 30 Damen.

Beide Gruppen verbindet die Aktivität in der Gemeinschaft.

Vor allem die zweite Gruppe spricht die Männer wenig an, sie fühlen sich in den Spiel- und Bastelnachmittagen besser aufgehoben.

Der Skatnachmittag ist geradezu eine Domäne der Männer.

 

Das Engagement für die Seniorinnen und Senioren ist nicht alles,wir küm-mern uns auch um die Jugend.

 

Mit der Patenschaft zwischen uns und der Bunten Schule, Abteilung Müssen,  haben wir dort eine loh-nende Aufgabe übernommen.

 

Seit 1973 richten wir jedes Jahr mit Unterstützung der Stadt Lage ein Herbstfest für die Senio-rinnen und Senioren unserer beiden Ortsteile aus.

Da in unseren Ortsteilen ein geeigneter Raum dazu fehlt, müs-sen wir in den Hörster Krug ausweichen, wo wir aber bestens aufgenommen werden.

 

Zu persönlichen Jubiläen wie Geburtstagen und Ehejubiläen, aber auch zu kranken Menschen in unseren Ortsteilen, die deswegen nicht mehr zu unseren Veranstaltungen gehen können, bringt unser Besuchsdienst kleine Präsente und die Gewissheit, dass sie nicht vergessen sind.

Der Besuch und ein kleines Gespräch erhellen die Gemüter und stärken die eigenen inneren Kräfte.

Eine ganz andere Art der Seniorenbetreu-ung sind die Reisen, die z.Zt. von Monika Feuerherm geplant und verantwortet wer-den.

 

Sie bietet von der Halbtagstour bis zu etwa 6-tägigen Erho-lungs- oder Studienreisen, vornehmlich in norddeutschen Raum, an.

Die Qualität – dazu gehören das ausgesuchte Ziel und die not-wendige Organisation der Angebote – lässt sich an der geringen Zahl der Tage ablesen, bis die Anmeldeliste geschlossen werden muss.

Quelle: DRK Ludwigslust

Eine weitere Art der Senio-renbetreung konnten wir in den 1980er und 1990er Jah-ren durchführen.

 

Einige unserer männlichen Mitglieder haben an Samsta-gen und Sonn- und Feiertagen für das Deutsche Rote Kreuz den Seniorenfahrdienst für Gehbehinderte durchgeführt.

Das Rote Kreuz hat den Bully und die Organisation zur Ver-fügung gestellt und unsere Mitglieder haben das Fahren übernommen.

Viele behinderte Menschen sind so an Wochenenden aus ihren Wohnungen gekommen und konnten an Familienfeiern, Theaterbesuchen oder Ähnlichem teilnehmen.

 

Das ist leider Vergangenheit!

Gegenwart ist die „Task-Force“.

So heißt im Politikerdeutsch eine schnelle Eingreiftruppe.

 

Also unsere Task-Force oder Eingreiftruppe hat ihre Ein-sätze im Wesentlichen im TuS-culum und auf dem Billinghauser Friedhof.

Im TuS-culum repariert sie das beschädigte Mobiliar und küm-mert sich um die Einsatzfähigkeit der Gerätschaften. 

Auf dem Friedhof hat sie Grünschnittarbeiten und weitere Ver-schönerungen geleistet.

Besonders sichtbares Beispiel sind die Aufhänge-Recks für die Gießkannen.

Sie verhelfen den Kannen hoffentlich zu einer längeren Haltbar-keit!

 

Auch bei dem von der Stadt Lage durchgeführten Frühstück für Alleinstehende im Bürgerhaus am Clara-Ernst-Platz waren wir unterstützend tätig, indem der Kaffee von unseren Vereins-Helferinnen ausgeschenkt wurde.

Es ließen sich noch viele weitere Beispiele nennen, aber das wür-de den Rahmen unserer Zusammenkunft heute sprengen.

 

50 Jahre, das ist mehr als eine ganze Generation.

 

50 Jahre beteiligen wir uns schon mit dem geschilderten kleinen Ausschnitt an der so wichtigen sozialen Arbeit in unseren Orts-teilen.

Unser Symbol ist das „Herz“, es steht für Solida-rität und ehren-amtliches Enga-gement.

 

Ehrenamt – ohne es geht es nicht.

 

Viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer machen unsere Arbeit erst möglich.

An dieser Stelle möchte ich ihnen ein herzliches Dankeschön sagen!          

Ihr dürft euch mit einem kräftigen Beifall dem Dank an-schließen.

 

Nun etwas zu unserer inneren Verfassung.

Ende 2013 sind wir von der Billinghauser Schule in das TuS-culum in Müssen umgezogen.

Der Umzug wurde notwendig, weil die Billinghauser Schule ge-schlossen wurde.

Der Umzug ist uns zunächst schwer gefallen, heute sind wir aber froh, dass wir unsere Aktivitäten im TuS-culum fortsetzen und erweitern können.

 

Eine sehr positiv angenommene Erweiterung in unserem Pro-gramm ist das Frühstück, welches einmal monatlich im Winter-halbjahr stattfindet und von jeweils ca. 90 Gästen besucht wird.

Seit 2015 kommt der AWO-Pflegedienst regelmäßig zum Blut-druck- und Zuckermessen in unsere Tagesstätte, welches auch eine wichtige Hilfe zur persönlichen Gesundheitskontrolle dar-stellt.

Seit 11. Mai dieses Jahres sind wir ein eingetragener Verein und heißen ganz offiziell „AWO-Ortsverein Müssen-Billinghausen e.V.“.

 

Soweit ein Ausblick auf das was ist, aber wie sieht die Zukunft aus?

 

Wir werden auch in der Zukunft starke Sozialverbände brau-chen, um für die schwächeren in der Gesellschaft unterstützend eingreifen zu können.

Das soziale Netzwerk aus früheren Jahren hat weite Maschen bekommen.

Das Schlagwort von „Neuer Armut“ macht die Runde.

Immer mehr Menschen stehen trotz wirtschaftlichem Auf-schwung auf der Schattenseite der Gesellschaft.

Solidarität und Selbsthilfe sind wieder gefragt!

Dazu brauchen wir engagierte Mitglieder, Freunde, Gönner und Unterstützer!

 

Ein weiteres Thema bewegt meine Mitstreiter und mich.

 

Die Überalterung der Mitglieder in den Ortsvereinen und Mit-gliederschwund beschäftigt viele Vereine.

Nur ein Blick auf die Mitgliederzahlen hilft nicht weiter.

Überzeugen kann nur ein erweitertes und zeitgemäßes Angebot, das alle Generationen anspricht, auf aktuelle Ereignisse reagiert und das AWO-Profil deutlich macht.

Darauf haben wir noch keine zielführende Antwort gefunden.

Die traditionellen Angebote wie Tagesstätte, Fahrten, Basteln, Gymnastik und Tanz haben nach wie vor ihren festen Platz.

Doch auch hier ist schon eine Veränderung spürbar.

Die Ansprüche interessierter Teilnehmer sind gestiegen und damit die Anforderungen an die Leitungskräfte.

Bevor wir nun die Grußworte der Gäste hören, möchte ich euch bitte, zur Eh-rung der verstorbenen Mitglieder auf-zustehen.

 

In den 50 Jahren unseres Bestehens sind natürlich viele Mitglieder verstor-ben.

 

Ihrer Gedenken wir mit Hochachtung.

 

Stellvertretend für alle möchte ich hier Heinrich Wittenbröker und Friedel Kleine-Ostmann nennen.

 

Ich danke euch.

Die Ehrengäste
Die Ehrengäste
1. stv. Bürgermeisterin Sabine Fieke

Grußwort der

Stadt Lage

 

Als erstes hörten wir das Grußwort der Stadt Lage, heute vertreten durch die   1. stv. Bürgermeisterin   Frau Sabine Fieke.

 

Frau Fieke erläuterte im Grußwort, dass der AWO-Ortsverein Müssen-Billinghausen eine feste Größe im Gemeinwohl in Müssen und Billinghausen darstellt und das durch die regelmäßigen Zusam-menkünfte in den verschiedenen Angeboten des Ortsvereins dieses Gemeinwohl gefördert und gefestigt wird.

Hierbei entstehen unvergessliche Erinnerungen und soziale Kontakt, die es gilt zu fördern.

Sie erläuterte weiterhin, dass für all diese Aufgaben das Eh-renamt bzw. die ehrenamtliche Helferinnen und Helfer von großer Bedeutung sind.

Sie bedankte sich für die Unterstützung, die durch die AWO Müssen-Billinghausen bei Veranstaltungen der Stadt Lage er-bracht wurden bzw. werden.

Detlef Stall, Geschäftsführer des AWO Kreisverbandes Lippe

Grußwort des

AWO Kreisverbandes Lippe

 

Vom Kreisverband Lippe hatte der Geschäftsführer Detlef Stall den Weg nach Müssen gefunden.

 

Herr Stall erläuterte, dass jedes Mitglied der AWO ein wichtiger Bestandteil des dörf-lichen Lebens in Müssen und Billinghausen ist.

Er bedankte sich für die Ange-bote, die der AWO-Ortsverein Müssen-Billinghausen zum Wohle der Menschen anbietet.

Hierfür ist aber ein gelebtes  und mit Freude erbrachtes Eh-renamt unverzichtbar.

Mit der Gründung der AWO-Ortsgruppe in Müssen-Billinghau-sen im Jahr 1967/1968 zählte der Verein zu den ersten 50 AWO-Ortsvereinen in Deutschland.

Moderator Rolf Vothknecht

Moderation

Rolf Vothknecht

 

Damit Sie nicht immer nur Reden anhören müssen sondern auch ein wenig Unterhaltung haben, darf ich Ihnen jetzt „TAK“, alias Wilfried Niederjohann aus Bielefeld vorstel-len und ankündigen.

 

„TAK“ der Entertainer, der mit seinem bunten Programm für Spaß und Unterhaltung sorgt.

 

Begrüßen Sie gemeinsam mit mir den Unterhaltungskünstler „TAK“.

Der Unterhaltungskünstler "TAK", alias Wilfried Niederjohann aus Bielefeld unterhält unsere Gäste
Moderator Rolf Vothknecht

Moderation

Rolf Vothknecht

 

In der Gründungszeit der AWO in Müssen und Billinghausen gab es in Berlin die Deutsche Hitparade, mo-deriert von Dieter-Thomas Heck und wie begrüßte er immer seine Gäste?

 

Gestern noch auf dem Schützenfest in Posemuckel,

und heute bei uns in Berlin auf der großen Show-Bühne

"Heino und seine Schwarze Barbara"

 

So oder ähnlich könnte ich auch heute unseren Festredner be-grüßen:

 

Gestern hat er noch eine Fortbildung in Schweden geleitet,

die Nacht hat er auf einer Ostseefähre verbracht,

um 09.15 Uhr dann die Ankunft im Fährhafen Kiel,

dann eine Busfahrt nach Lippe

und jetzt ist er bei uns im TuS-culum angekommen.

 

So wollte ich eigentlich unseren Festredner ankün-digen, aber es kam anders.

Mehrere Staus auf der Autobahn verzögerten die Busfahrt und so traf er nicht mehr rechtzeitig in Lippe ein.

 

Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, denn Pastor Wilkens hat zugesagt, seine heutige Festansprache auf dem Herbstfest am 14. Oktober im Hörster Krug nachzuholen.

 

Wer seine launische Festansprache anläßlich der 800-Jahrfeier in Billinghausen erleben durfte, 800 Sekunden hat er dort ge-sprochen, für jedes Jahr eine Sekunde, hat sich sicherlich nicht gelangweilt.

Wir dürfen uns vermutlich auch heute auf eine ebenfalls lau-nische, aber möglicherweise kurze, Festansprache freuen, denn wenn er so lange spricht wie in Billinghausen, dann sind 50 Se-kunden, eine Sekunde für jedes Jahr, nicht sehr lange, oder gibt es heute möglicherweise für jedes Jahr eine Minute?

 

Lassen wir uns überraschen.

Pastor Ulrich Wilkens holt seine Festansprache auf dem AWO-Herbstfest nach

Festansprache

 

Pastor Ulrich Wilkens,

 

gesprochen auf dem

 

Herbstfest am 14.10.

 

im Hörster Krug

 

 

Chuten Tach auch!

 

Hat ein paar Wochen gedauert, aber nun bin ich endlich da.

Ich freue mich!

 

Ich freue mich sehr, dass ich heute auch mal was zu saren habe, ich hab‘ ja sonst eigentlich nie was zu saren…..

Ich glaube, die Männer hier unter uns verstehen genau, wie man sich fühlt, wenn man nie was zu sagen hat.

Ich werde jetzt jedenfalls was saren tun, und das auf’m Herbstfest.

Haben Sie schon gesehen? 

Ich habe mich extra passend für heute gekleidet: Hab‘ das große Schwarze im Schrank gelassen und die schöne herbstliche Farbe braun aufgelegt.

Heute in aller Uchte hatten wir Sitzung mit den Kollegen in Knetterheide.

Denen hab‘ ich gesagt, ich müsse heute Nachmittag noch nachsitzen chehn.

Da fragte einer: Sitzen oder gehen – was denn nun?

Na, nachsitzen chehn nache AWO.

Wieso das denn? Haste was ausgefressen?

Nein, nein nichts ausgefressen.

Obwohl: Essen tu ich ja eigentlich chanz cherne…..

Ich muss aber nachsitzen, weil ich am 09. September blau chemacht habe.

Was? Du und blau? Du trinkst doch immer so wenig Alkohol. 

 Höchstens in homöopatischen Dosen.

Ich sagte: So meine ich das doch gar nicht.

Blau chemacht oder besser chesacht: Aufe Straße steckengeblieben.

Jetzt verkackeierst du uns aber wirklich.

Steckengeblieben…. Und das Anfang September?

Haben wir schon jemals Anfang September Schnee ge-habt?

Da saß ich nun und keiner verstand mich.

 

Letzter Versuch:

Am 09. September saß ich im Reisebus und war auf dem Heimweg von einer Fortbildung und da sind wir alle ste-ckengeblieben im Stau auf der A7.

Ich hatte dem Fahrer noch gesagt, er solle das Lenkrad gefälligst ein bisschen schneller drehen, denn der Günter wartet schließlich auf mich.

Und den Günter – den lässt man nicht gerne warten.

Aber die endlosen Autoschlangen auf der A7 – sie hat-ten absolut null Respekt vor Günter; und deshalb war ich am 09. September einfach nicht da!

Und jetzt, jetzt muss ich halt nachsitzen chehn….

 

Ja, lieber Herr Vorsitzender, liebe Gäste!

 

Martin Luther hatte damals gesagt: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders“.

Und ich sage heute: Hier stehe ich will gar nicht anders.

Ich will nämlich unbedingt der AWO ganz herzlich zur 50 gratulieren.

Zwar nachträglich, aber das ist immer noch besser als vorträglich und bestimmt der Freude nicht abträglich und in keiner Weise unverträglich….

 

Die AWO und ich – die haben ja eine wichtige Sache gemeinsam…. Und das verbindet ungemein….

Das schweißt richtig zusammen….

Unsere Gemeinsamkeit ist…. Unser Alter!

Nein, nicht wie Sie vielleicht denken: Wir haben nicht denselben Vater.

Mit „Alter“ meine ich, dass wir fast gleichalt sind.

Wir sind also im besten fortgeschrittenen reifen Manne-salter.

Dabei hatten wir vor mehr als 40 Jahren eine ziemliche Kriese in unserer Beziehung.

Das muss ich heute ganz offen bekennen.

Die AWO und ich, da hatte es damals fast geknallt.

Als Schuljunge war ich aber so was von stinkig auf die AWO!

Da war ich fast 42 Jahre jünger als jetzt – und unter uns Pastorentöchtern: Mehr als 60 Kilo leichter als jetzt.

Da hatte ich einen Freund in der Nachbarschaft, der hieß Stefan.

Für die großen Ferien hatten wir große Pläne: Fußball-Turnier, Schwimmen in der Bösingfelder Batze, Spielen, Spielen, Spielen.

Eines Tages kam Stefan ganz traurig zu mir: „Ich bin drei Wochen weg“!

Was für ein Schock! Stefan sagte ganz traurig:

„Ich will ja auch nicht, aber meine Eltern haben mich einfach angemeldet“.

Wo denn, Stefan“?

„Ich soll auf die Kinderfreizeit mit der AWO“!

Da platzte es aus mit heraus: „Blöde AWO!

Ich glaube, dass war noch die jugendfreieste Bezeichnung, die ich damals für die AWO wählte“.

 

Liebe AWO Mitglieder!

Heute möchte ich mich in aller Form dafür entschuldigen!

Ich möchte ganz förmlich um Verzeihung bitten für mei

ne bösen Worte.

Die AWO ist NICHT blöd!

Stefan hatte die Freizeit damals trotzdem gut gefallen und ich weiß inzwischen: Die AWO macht auch ganz tolle Dinge.

AWO – früher habe ich nie verstanden, was das denn bedeutet.

Mein Freund und ehemaliger Mentor, das Pastor Ulrich Pohl, der Müssener Jung, der ja jetzt Oberhäuptling in Bethel ist, der hatte immer ein großes Herz für die AWO.

Der sagte früher schon zu mir: „Bei der AWO bin ich immer gerne.

Die AWO ist nen chanzen frommen Verein.

AWO heißt doch Advent – Weihnachten – Ostern“.

Böse Zungen behaupten dagegen ja, AWO heiße: Alle wollen Obstler.

Aber ich meine: chanz so versoffen sind se nun auch nicht….

Jugendliche würden sagen: AWO = Wilde Omas und Opas, was ja Quatsch ist, denn für Jugendliche sind alle über 30 schon fast scheintot und mir mit meinen 50 bal-lern die um die Ohren:

„Na Opa, was willst denn du hier, brennt das Altenheim?

 

Zurück zur AWO.

Was da passen würde, ist doch: AWO = Alles Weiß Original.

Ich kriege das als Nachbar ja wirklich mit: Onkel Günter und Tante Ulla, wie unsere Jona sie nennt, die leben für die AWO.

Die rödeln und rackern und schuften, um es anderen schön zu machen und natürlich macht es ihnen auch ganz viel Spaß.

Und bestimmt hält es sie auch besonders jung und fit.

Alle Achtung für dieses großartige Engagement!

 

Trotzdem ist die AWO Müssen-Billinghausen ja nicht nur weiß, sondern ziemlich bunt und farbenfroh.

Auch andere wirken ganz treu und professionell mit bei den Finanzen, den zahlreichen Besuchen, beim Kochen, Backen, Dekorieren, Spendensammeln, ja bei allen For-men der Sozialarbeit.

Und das ist doch ein echter Grund, sich richtig zu freu-en.

Ein Grund, ein Jubiläum zu feiern voller Zuversicht und ganz ohne Zukunftsangst.

Und da ist es doch ganz klar, dass auch ich von Gottes Bodenpersonal ganz herzlich gratuliere.

Denn sich für andere Menschen zu engagieren und fromm sein, das gehört für mich zusammen.

Und die Arbeit für andere Menschen, die leistet die AWO nun schon seit 50 Jahren vorbildlich in Müssen-Billinghausen.

 

Ich möchte gerne auch im Namen der Kirchengemeinde Stapelage-Müssen dem AWO-Ortsverein Müssen-Billing-hausen zu seiner erfolgreichen Arbeit für die Menschen vor Ort gratulieren.

 

In einer Zeit, in der sich immer mehr Menschen selbst-genügsam ins Private zurückziehen, ist es um so wichti-ger, Zeichen zu setzen und gegen den Strom zu schwim-men.

Die AWO stellt sich ihrer sozialen Verantwortung und mischt sich ein.

Sie engagiert sich für das Allgemeinwohl und auch für Menschen, die nicht als Gewinnertypen auf der Sonnen-seite des Lebens stehen.

Die Kirche teilt mit der AWO den sozialen Auftrag für die Men-schen.

Für alles Wohlwollen, für alle guten Kooperationen möchte ich mich im Namen unserer Kirchengemeinde ganz herzlich bei der AWO, Ortsverein Müssen-Billinghausen, bedanken.

Ich wünsche mir auch in Zukunft ein vertrauensvolles und reibungsloses Miteinander.

 

50 Jahre. Das ist ein besonderer Geburtstag.

Mein Vater wünschte uns immer zum Geburtstag: „Werd‘ noch‘n bisschen älter….“

Werden Sie das bitte auch!

Dazu wünsche ich Ihnen alles Gute!

 

Ich habe auch einen Briefumschlag mitgebracht.

Der Inhalt des Briefumschlags ist ein weiterer Grund, noch älter zu werden.

Für jedes Jahr des Bestehens ist da nämlich eine bestimmte Summe drin.

Wenn Sie also irgendwann Ihren 100. Geburtstag feiern, wird da doppelt so viel drin sein.

Sie merken, es lohnt sich…..

Pastor Ulrich Wilkens während seiner Festansprache auf dem AWO-Herbst-fest am 14.10. im Hörster Krug
Moderator Rolf Vothknecht

Moderation

Rolf Vothknecht

 

Hatte ich Ihnen zu viel versprochen, ich glaube nicht.

 

Wie sagte doch Hans Rosenthal in seiner Fernsehsendung Dalli-Dalli immer:

 

"Sie sind der Meinung,       

          das war Spitze"

 

und ich glaube, das können wir auch heute sagen.

 

Für ihre so lebhafte und launische Festrede sagen wir Ihnen Herr Pastor Wilkens ein ganz herzliches Dankeschön.

Ein Blick in das gut gefüllte TuS-culum. Unser Unterhaltungskünstler "TAK" zeichnet derweil Bilder verschiedener anwesender Personen

Anschließend hörten wir die Grußworte auf örtlicher Ebene.

 

Hier war zunächst das Grußwort des AWO-Stadtverbandes Lage vorgesehen.

Die Stadtverbandsvorsitzende Barbara Kalkreuter war aus familiären Gründen verhindert und auch die weiteren Vorstands-mitglieder konnten nicht an unserer Veranstaltung teilnehmen.

 

Frau Kalkreuter hatte aber ein Grußwort geschrieben, welches von Rolf Vothknecht, dem heutigen Moderator, verlesen wurde.

Barbara Kalkreuter, AWO-Stadtverbandsvorsitzende Quelle: Lippische Landezeitung

Lieber Günter Weiß,

liebe Mitglieder und Freunde der AWO Müssen-Billinghausen,

 

Im Namen der im Stadtverband Lage vertretenen Ortsvereine Hörste, Kachtenhausen, Lage, Pottenhausen und Heiden gratu-liere ich euch herzlich zu eurem 50-jährigen Bestehen.

Ich bedanke mich für euer lang-jähriges ehrenamtliches Engage-ment, das ihr getreu den Grund-werten der AWO nämlich

Solidarität, Toleranz, Freiheit,Gleichheit

und Gerechtigkeit

in all den Jahren geleistet habt.

Schön, dass ihr das im Rahmen dieser Festveranstaltung mit vielen Gästen feiert und so auch den Fokus der Öffentlichkeit auf euer vielfältiges Handeln lenkt.

Ich wünsche euch für die Zukunft alles Gute für euer breites ehrenamtliches Engagement für die Menschen in Müssen und Billinghausen, das auch nach 50 Jahren seine Notwendigkeit in der Gesellschaft nicht verloren hat.

 

Zur Unterstützung habe ich vom Stadtverband ein lippisches Flachgeschenkt beigefügt.

 

Mit herzlichen Grüßen

  Barbara Kalkreuter

Klaus Rottschäfer, Vorsitzender TuS Müssen-Billinghausen

Grußwort 

Klaus Rottschäfer          TuS Müssen-Billinghausen

 

Für den TuS Müssen-Billinghau-sen sprach der Vorsitzende Klaus Rottschäfer ein Gruß-wort.

Klaus erwähnte in seinem Gruß-wort die "junge Geschichte" in der Zusammenarbeit mit der AWO-Ortsgruppe, die nach dem Umzug der AWO aus der Grund-schule Billinghausen in das TuS-culum entstanden und aufgebaut wurde.

Für die gegenseitige Hilfe und Unterstützung beim Unterhalt des TuS-culum sprach er der AWO seinen Dank aus.

Klaus Petersmeier, Vorsitzender BSV Müssen

Grußwort

BSV Müssen

 

Klaus Petersmeier sprach für den BSV Müssen das Grußwort.

 

Herr Petersmeier gra-tulierte der AWO zum 50. Geburtstag und sprach der AWO eben-falls seinen Dank für die Pflegearbeiten und Unterhaltung am TuS-culum sowie den dörflichen Zusammenhalt aus.

Hans-Helmut Kuhlmann, Vorsitzender der Gartenfreunde Billinghausen und Müssen

Grußwort Gartenfreunde Billinghausen und Müssen

 

Hans-Helmut Kuhlmann über-brachte das Grußwort der Gartenfreunde Billinghausen und Müssen.

 

Herr Kuhlmann sprach zunächst seine Glückwünsche zum Jubi-läum des AWO-Ortsvereins aus.

Bei 300.000 - 400.000 Mit-gliedern bundesweit in der AWO ist die AWO ein Garant für Geselligkeit und Gemein-schaft und darf im örtlichen Leben nicht vergessen werden.

Er versprach, selbst noch in die AWO einzutreten.

In Vertretung von Frau Ute Schäfer, Landesministerin a.D., sprach Frau Stock ein Grußwort

Grußwort Frau Stock, in Vertretung von Frau Ute Schäfer, Landesministe-rin a.D.

 

Frau Stock baute ihr Gruß-wort um das Sprichwort

Wenn der Fuchs darauf wartet,

bis die Hühner von der Stange fallen,

geht er abends hungrig

nach Hause.

auf.

Sie lobte die erfolgreiche Arbeit in der AWO Müssen-Billinghausen, wobei das Herz, dass Symbol der Arbeiter-wohlfahrt, aber auch das ei-gene Herz aller AWO-Mitglieder immer mit dabei sein muss.

Der Unterhaltungskünstler "TAK", alias Wilfried Niederjohann aus Bielefeld unterhält unsere Gäste
Moderator Rolf Vothknecht

Moderation

Rolf Vothknecht

 

Meine sehr geehrten Damen und Herren, es folgt jetzt einer der absoluten Höhepunkte unserer Jubiläums-Veranstaltung.

 

Wir feiern heute nicht nur unsere 50. Bestandsjubiläum sondern wir können auch zwei Vereinsmitglieder, die von Anfang an mit dabei waren, für 50-jährige Mitgliedschaft in der AWO auszeichnen.

 

Eine Auszeichnung, die es bisher in der AWO Müssen-Billing-hausen noch nicht gegeben hat bzw. die es bisher noch nicht geben konnte.

 

Aber damit noch nicht genug, diesen beiden Vereinsmitgliedern soll heute noch eine weitere besondere Ehrung zugesprochen werden.

 

Bevor die Namen hier verraten werden, gebührt es sich, dass zunächst eine Laudatio auf die zu ehrende Personen gehalten wird und dieses wurde von unser Laudator Heinz Doil, der selbst einmal für 6 Monate Vorsitzender der AWO war, vorgenommen.

Heinz Doil hält die Laudation für Lissi und Ulla

Laudatio für

 

Lissi Vollmer

und

Ulla Weiß

 

von

Heinz Doil

 

Sehr verehrte Damen und Herren, vorweg bitte ich um Zustimmung, dass ich die in diesem Verein übliche An-rede per „Du“ verwende.

Ihr wundert euch, dass ich hier plötzlich vor euch stehe.

 

Rolf hat es bereits angedeutet, dass es sich um besondere Ehrungen handelt.

Wir wollen heute zwei neue Ehrenmitglieder ernennen.

Die Ehrenmitgliedschaft fasst den Dank der Mitglieder eines Vereins an Persönlichkeiten zusammen, die in besonderer Weise sich um den Verein verdient gemacht haben.

Wir ehren heute zwei Damen – so viel sei schon mal verraten -, die recht unterschiedlich ins Leben gestartet sind.

Übrigens richtet sich die Reihenfolge der Nennung nach dem Alphabet und stellt keinerlei Wertung dar.

 

Die erste Dame erblickte im fernen Oberschlesien das Licht der Welt.

Die Folgen des verheerenden Krieges spülten sie schließlich in das schöne Lipperland, in dem sie heimisch wurde.

 

Die zweite Dame hat sich gleich mit der Geburt für Lippe als ihre Heimat entschieden.

Sie ist eine echte Herdbuch-Lipperin!

Dieses Bild stammt nicht von mir, sondern von der Amtsein-führung eines Schulrates.

 

Beiden hier in Rede stehenden AWO-Freundinnen ist gemein, dass sie immer ein weit offenes Ohr und rührige Hände für ihre Mitmenschen haben.

 

Die Schlesierin setzte sich mit Leib und Seele für Kinder ein.

Nicht nur im Sportverein betreute die Kindergruppen, son-dern nahm in AWO-Kinderlagern die überaus anspruchsvolle Aufgabe als ihre Verpflichtung an, den jungen Menschen für 2-3 Wochen einen Urlaubsaufenthalt zu ermöglichen.

Anfang der 1960er Jahre leistete sie diese Arbeit für meh-rere Jahre in St. Andreasberg im Harz.

Es folgten mehrere Kinderlager der AWO auf Borkum.

 

Die Teilnahme an Stadtranderholungsmaßnahmen für beson-ders benachteiligte Kinder war für sie so selbstverständlich wie auch mehrwöchige Freizeiten in Saalbach bei Tell am See.

Viele dieser Kinder wären ohne die Angebote der AWO und der aufopferungsvollen Mitarbeit solcher Helferinnen wie unsere jetzt zu ehrende nicht in den Genuss eines Urlaubs gekommen.

 

Die Lipperin hat die Verschickungsangebote der AWO ge-sichtet und für unsere Mitglieder publik gemacht.

Sie stand also viele Jahre am Anfang der Kette von Mitar-beitern, die einen Urlaubs- oder Kuraufenthalt für Kinder und bis zu den Seniorinnen und Senioren vorbereiteten.

So mancher Billinghauser und Müssener Bürger ist durch ihre Beratung wohl zu seinem ersten Urlaub gekommen!

In ihrer Funktion als Beirätin im Vorstand hat sie über Jahrzehnte die Geschicke der AWO Müssen-Billinghausen mit geprägt.

Ihre letzte große Idee war die Einführung des Frühstücks, das bekannterweise im Winterhalbjahr einmal im Monat an-geboten wird.

Die Vorbereitung und Organisation des Frühstücks wie auch der Tagesstätte liegen bei ihr und anderen noch immer in sehr bewährten Händen.

Daneben führt sie die Mitgliederliste.

Diese Aufgabe führte fast zwangsläufig zum Besucherdienst, den sie sorgfältig organisiert.

Die kleinen Geschenke, die die Besuchten erfreuen, entste-hen oft in ihrer Bastelgruppe.

Man könnte fast sagen, sie ist die Miss-AWO.

 

Beide zu ehrenden eint ihre Zurückhaltung.

In der ersten Reihe zu stehen ist nicht ihre Sache!

 

Darum bitte ich jetzt Felicitas Vollmer und Ulla Weiß einmal nach vorne zu kommen und Günter Weiß, Monika Feuerherm, Detlef Stall und Monika Hölscher bitte ich, die Ehrungen vorzunehmen.

 

Ich danke für die Aufmerksamkeit

Monika Hölscher, Detlef Stall, Ulla Weiß und Felicitas Vollmer (von likns) bei der Ehrung für 50-jährige Mitgliedschaft in der AWO
Günter Weiß (Rechts) gratuliert seiner Frau Ulla (Mitte) und Felicitas Vollmer (Links) zur 50-jährigen Mitgliedschaft und zur Ernennung zum Ehrenmitglied des AWO-Ortsvereins Müssen-Billinghausen

Moderation

Rolf Vothknecht

 

AWO-Spende

 

Im Frühjahr eines jeden Jahres führt die AWO eine Haussamm-lung durch, von deren Einnahmen wir einen Teil an den AWO-Bundesverband abführen müssen.

 

Ein Teil der Spenden verbleibt aber bei uns im Ortsverein und wird vor Ort für karitative Zwecke wie z.B. für die Patenschaft mit der OGS der Bunten Schule Müssen, für Spenden an die Kindergärten oder zur Unterstützung der Lebensmittelausgabe in Lage verwendet.

 

In diesem Jahr haben wir uns entschieden, zwei Jugendgruppen in Müssen und Billinghausen mit einer zweckgebundenen Spende zu unterstützen.

 

Es sind dieses in diesem Jahr die Jugendabteilungen vom TuS Müssen-Billinghausen und vom BSV Müssen.

Vereinskassiererin Monika Hölscher spricht vor der Scheck-Übergabe noch einige Worte an die Vereinsvertreter vom TuS Müssen-Billinghausen und vom BSV Müssen
Übergabe der Spenden-Schecks an den TuS Müssen-Billinghausen und den BSV Müssen zweckgebunden zur Unterstützung der Jugendarbeit in den Vereinen
Zur 3. und letzten Mal unterhält der Unterhaltungskünstler "TAK", alias Wilfried Niederjohann aus Bielefeld unsere Gäste mit humorvollen Liedern, Anekdoten und Dönekens
Moderator Rolf Vothknecht

Moderation

Rolf Vothknecht

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

so langsam kommen wir zum Ende un-serer heutigen  Jubiläums-Veranstal-tung.

 

Ich hoffe, es hat allen gut gefallen.

 

Wenn nein, sprechen Sie uns an, damit dann unsere Nachfolger in 50 Jahren, zur 100-Jahrfeier, es besser machen können.

 

Wenn es Ihnen aber gefallen hat, dann erzählen Sie es bitte weiter und sagen allen, wie schön es doch im TuS-culum bei der AWO Müssen-Billinghausen ist.

 

Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit.

Günter Weiß spricht das Schlußwort

Schlußwort

Günter Weiß

1. Vorsitzender

 

Günter Weiß bedankte sich nochmals bei allen Rednerinnen und Redner die ein Grußwort und Ge-schenke überbracht hat-ten, bei den Helferinnen und Helfern und lobte die gute Zusammenarbeit in-nerhalb der örtlichen Vereine in Müssen und Billinghausen.

 

Anschließend lud Günter alle Anwesenden noch zu einem gemütliches Beisammensein mit Grillwürstchen, Salaten und kalten Getränken ein.

Günter Weiß bedankt sich bei unserer jungen "Bedienungsmannschaft" und übereicht als kleines Dankeschön ein Flachgeschenk
Der BSV Müssen hatte für uns das Grillen der Bratwürstchen übernommen, welches auch hervorragend geklappt hat. Wir bedanken uns recht herzlich dafür.
Alle lassen sich die Bratwürstchen, Salate und kalte Getränke schmecken.
Unsere Jubiläumsveranstaltung ist beendet, nur das "Grill-Team" vom BSV genehmigt sich nach vollbrachter Arbeit noch ein kühles Bier

Die nachfolgende Bildergalerei zeigt Impressionen unserer Festveranstaltung

Bericht geschrieben von: SANDRA CASTRUP

11.09.2017

Pressebericht

Lippische Landeszeitung

 

50 Jahre im Zeichen des sozialen Engagements

Jubiläum: Der AWO-Ortsverein Müssen-Billinghausen ist 1967 gegründet worden.

Zwei Damen der ersten Stunde werden in einer Fei-erstunde zu Ehrenmitgliedern ernannt.

 

Es schlägt seit 50 Jahren engagiert im sozialen Takt: das Herz des AWO-Ortsvereins Müssen-Billinghausen.

Was 1967 mit einer klassischen „Schnapsidee“ unter Freunden begann, hat sich zu einer angesehenen Institution entwickelt.

 

„Unser Symbol ist das Herz, es steht für Solidarität und eh-renamtliches Engagement“, machte Ortsvereinsvorsitzender Günter Weiß in der Feierstunde im „TuS-culum“ deutliche, wie wichtig der Gemeinschaftsgedanke ist.

Vor fünf Jahrzehnten hätten der damalige Bürgermeister von Billinghausen, Wilhelm Rosenhäger, und weitere engagierte Bürger diesen Verein gegründet.

Wenige Monate später wurde in Müssen ebenfalls ein AWO-Ortsverein unter der Leitung von Rudolf Preuß gegründet.

 

Nach dem Zusammenschluss 1972 unter dem Vorsitz von Heinrich Wittenbröker wurde das Angebot nach und nach erweitert.

„Senioren-Begegnungsstätte, Tanzgruppe, Skatnachmittag“ zählte Günter Weiß auf.

Besucherdienste in den Ortsteilen, das Angebot von Ausflügen und Reisen gehören dazu, aber auch die Patenschaft mit der Bunten Schule am Standort Müssen.

 

„Einige unserer männlichen Mitglieder haben an Wochenenden ehrenamtlich für das Deutsche Rote Kreuz Gehbehinderte ge-fahren, damit diese Menschen aus ihren Wohnungen kamen“, schwelgte der Vorsitzende in Erinnerungen.

Vielleicht könne man das wieder aufleben lassen.

Derzeit kümmern sich die Mitglieder um Grünschnittarbeiten am Friedhof Billinghausen oder übernehmen Reparaturarbeiten im „TuS-culum“.

„Dafür können wir als Dorfgemeinschaft einfach nur Danke sa-gen“, lobte Klaus Petersmeier, der Vorsitzende des BSV Müssen.

 

Doch auch wenn die zahlreichen Laudatoren die Arbeit in höchs-ten Tönen würdigten, sieht der Vorstand die Zukunft nicht nur rosig.

„Das soziale Netzwerk aus früheren Jahren hat weite Maschen bekommen“, gab Günter Weiß zu.

„Auch wenn wir derzeit noch 210 Mitglieder zählen, müssen wir uns mit Themen wie Überalterung und Mitgliederschwund be-schäftigen.“

Überzeugen könne auf Dauer nur ein zeitgemäßes Angebot, das alle Generationen anspricht.

 

Als Höhepunkt des Festaktes wurden Felicitas Vollmer und Ulla Weiß nicht nur für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt,  sondern aufgrund ihres vorbildlichen Einsatzes zusätzlich zu Ehrenmit-gliedern ernannt.

Ein Küsschen in Ehren: Felicitas Vollmer und Ulla Weiß (von links) werden von Ortsvereinsvorsitzenden Günter Weiß zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Pressebericht geschrieben von: Karl-Heinz Wittwer

14.09.2017

Pressebericht

Der Postillon

 

 

„Solidarität und Selbsthilfe sind wieder gefragt“

50 Jahre Arbeiterwohlfahrt in Müssen und Billinghausen

Festveranstaltung im TuS-culum am 09. September 2017

 

Mit Grußworten, einem kurze Rückblick auf 50 Jahre AWO-Geschichte vor Ort sowie einer besonderen Mitgliederehrung und kurzweiliger Unterhaltung feierte der AWO-Ortsverein Müssen-Billinghausen sein 50-jähriges Bestehen.

Das TuS-culum war bis auf den letzten Platz besetzt, als dort Günter Weiß, der 1. Vorsitzende des AWO-Ortsvereins, die Gäste und Ehrengäste begrüßte, darunter die Landtagsabgeord-nete Ellen Stock, stv. Bürgermeisterin Sabine Fieke und Detlef Stall, Geschäftsführer AWO-Kreisverband Lippe.

 

Nach einem kurzen Rückblick auf die Zeit der Gründung des AWO-Ortsvereins skizzierte Günter Weiß die jüngsten Jahre und den aktuellen Zustand der AWO Müssen-Billinghausen.

„Ende 2013 sind wir von der Billinghauser Schule in das TuS-culum in Müssen umgezogen“ erinnerte der Vorsitzende.

„Der Umzug wurde notwendig, weil die Schule in Billinghausen geschlossen wurde.

Der Umzug ist uns zunächst schwer gefallen.

Heute sind wir aber froh, dass wir unsere Aktivitäten fortset-zen und erweitern können.

Eine sehr positiv angenommene Erweiterung in unserem Pro-gramm ist das Frühstück, welches einmal monatlich im Winter-halbjahr stattfindet und von jeweils ca. 90 Gästen besucht wird.

Seit 2015 komme der AWO-Pflegedienst regelmäßig zum Blutdruck- und Zuckermessen in die Tagesstätte.

Das stelle eine wichtige Hilfe zur persönlichen Gesundheits-kontrolle dar.

 

Seit dem 11. Mai dieses Jahres sei der AWO-Ortsverein ein eingetragener Verein und heiße jetzt ganz offiziell „AWO-Ortsverein Müssen-Billinghausen e.V.“

 

Auch in der Zukunft brauche man starke Sozialverbände, um für die Schwächeren in der Gesellschaft unterstützend eingreifen zu können, sagte Günter Weiß.

Das soziale Netzwerk früherer Jahre habe weite Maschen bekommen.

Das Schlagwort von der „Neuen Armut“ mache die Runde.

Immer mehr Menschen ständen trotz wirtschaftlichem Auf-schwung auf der Schattenseite der Gesellschaft.

Der Vorsitzende: „Solidarität und Selbsthilfe sind wieder gefragt.“

An die Festversammlung appelliert er:

„Dazu brauchen wir engagierte Mitglieder, Freunde, Gönner und Unterstützer.

 

Ein weiteres Thema bewegt meine Mitstreiter und mich.

Die Überalterung der Mitglieder in den Ortsvereinen und der Mitgliederschwund beschäftigt viele Vereine.

Nur ein Blick auf die Mitgliederzahlen hilft nicht weiter.

Überzeugen kann nur ein erweitertes und zeitgemäßes Angebot, das alle Generationen anspricht, auf aktuelle Ereignisse reagiert und das AWO-Profil deutlich macht.“

 

Mitgliederehrung

Ein Höhepunkt der Jubiläumsfeier war die Ehrung von Felicitas „Lissi“ Vollmer und Ulla Weiß für 50 Jahre Mitgliedschaft.

Bei wurden nicht nur mit Urkunden und Blumen ausgezeichnet, sondern zugleich wegen ihrer Verdienste um den Ortsverein von Günter Weiß und dessen Stellvertreterin Monika Feuerherm zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Mit Frau Vollmer und Frau Weiß zählt der Ortsverein nun acht Ehrenmitglieder.

Die Laudatio auf die beiden hielt „Mr. Müssen-Billinghausen“, Heinz Doil, dem vor Jahren, von Juni 1988 bis Januar 1989 in seiner Eigenschaft als zweitem Vorsitzenden, nach dem Tod des 1. Vorsitzenden Heinrich Wittenbröker vertretungsweise die Leitung der AWO Müssen-Billinghausen oblag.

 

1967: Billinghausen

Die Geschichte des heutigen AWO-Ortsvereins Müssen-Billing-hausen begann 1967, als Bürger in Billinghausen beschlossen, einen AWO-Ortsverein zu gründen.

Aus der Gründungsversammlung, die vom Kreisvorstandsmitglied Ernst Kraatz geleitet wurde, sind als erste Mitglieder u.a. Hein-rich Wilkenloh, Heinz Sundermann, August Fischer, Albrecht Rebbe, Ulla Weiß, Wilhelm Vothknecht, Albert Drexhage und Wilhelm Rosenhäger überliefert.

Zum 1. Vorsitzenden wurde der Billinghauser Bürgermeister Wilhelm Rosenhäger gewählt.

 

1968: Müssen

Erste Überlegungen, auch in Müssen einen AWO-Ortsverein ins Leben zu rufen, sind verbürgt durch Hermann Grabe, jahrzehnte-lang Mitglied der Arbeiterwohlfahrt in Müssen:

 

„Es war im Herbst 1967, als Friedel Kleine–Ostmann und ich nach einer Veranstaltung in der Gaststätte Vogt im Barke den Nach-hauseweg antraten.

In einem lebhaften Gespräch über soziale Belange kam uns der Gedanke, auch in Müssen eine eigene AWO-Ortsgruppe zu grün-den.

Es dauerte dann auch nicht mehr lange, dass aus diesem Vorhaben „Ernst“ gemacht wurde.

 

Im April 1968 fand die Gründungsversammlung statt und mit dem 1. Vorsitzenden Rudolf Preuß wurde der Ortsverein gegründet.

Folgende Mitglieder waren von erster Stunde an mit dabei:

Friedrich Kleine-Ostmann, Hermann Grabe, Heinrich Reimeier, Helmut Riesenberg, Rudolf Preuß sowie Lisa Finke.

 

Am 18.07.1970 wählte die Mitglieder-Versammlung dann Friedrich Kleine-Ostmann zu seinem Nachfolger, wobei er allerdings schon gleich darauf aufmerksam machte, dass er dieses Amt aus Zeit-mangel wegen anderer besonderer Ämter nur bedingt ausführen könne.

In der Mitgliederversammlung am 21.04.1972 konnte Heinrich Wittenbröker als neuer Vorsitzender gewonnen werden.

Es setzte ab jetzt eine beständige Aufwärtsentwicklung ein.

Schon kurze Zeit später begannen dann die Gespräche über eine Zusammenlegung der beiden Ortsvereine Müssen und Billinghau-sen.

 

1972: Müssen-Billinghausen

Schnell war man sich einig und schon am 20.10.1972 waren die vorbereitenden Gespräche abgeschlossen und es erfolgte der Zusammenschluss der Ortsvereine Müssen und  Billinghausen zum neuen AWO-Ortsverein Müssen-Billinghausen.

 

In der ersten gemeinsamen Mitgliederversammlung wurde Hein-rich Wittenbröker zum  1. Vorsitzenden des neuen Vereins, AWO-Ortsverein Müssen-Billinghausen, gewählt.

Diese Verbindung der beiden AWO-Ortsvereine und das Wirken von Heinrich Wittenbröker ließen den neuen Verein nahezu auf-blühen. 

Die Mitgliederzahl stieg von 44 im Jahre 1972 über 114 im Jah-re 1974 auf über 200 im Jahre 1979 an, auch in den Folgejah-ren steigerte sie sich noch, bevor dann um die Jahrtausendwen-de ein leichter Rückgang der Mitgliederzahl zu verzeichnen war.

Zur Zeit zählt der Verein 213 Mitglieder.

 

Sechs Vorsitzende

Insgesamt sechs Vorsitzende haben den AWO-Ortsverein Müssen-Billinghausen seit seiner Gründung geleitet:

 

Heinz Wittenbröker:     Oktober 1972 – Juni 1988

Heinz Doil:                     Juli 1988 – Januar 1989

Ernst Wittbrock:           Januar 1989 – Januar 2005

Ralf Fischer:                  Februar 2005 – Januar 2008

Günter Scheibe:             Februar 2008 – August 2013

Günter Weiß:   (kommissarisch) September 2013 – Februar 2014 und (regulär) ab Februar 2014

Mit Blumen und Urkunden wurden Felicitas Vollmer (vorne links) und Ulla Weiß (vorne rechts) zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Wilfried Niederjohann, alias TAK aus Bielefeld amüsierte das zahlreiche Publikum mit seiner sprechenden Handpuppe

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