Informationen über Müssen & Billinghausen

Großgemeinde Stadt Lage mit ihren Ortsteilen

Müssen und Billing-hausen sind seit der Kommunal-Reform im Jahre 1970 Ortsteile der durch Eingemein- dung neu entstande- nen „Großgemeinde Stadt Lage“, Kreis Lippe.

 

Bis 1970 waren Müs- sen und Billinghausen selbstständige  Ge- meinden, also Verwal- tungseinheiten der untersten Ebene, die ab dem späten Mittelalter Bauerschaft hießen.

 

Übergeordnete Instanz war das Amt Lage mit der Vogtei Lage.

 

Davor war das Amt Detmold für die Gemeinden Müssen und Billinghausen zuständig.

 

Schon seit fast 100 Jahren findet man die Zusammenführung der beiden Ortsteile zum gemeinsamen Namen Müssen-Bil- linghausen.

 

Schon 1919 war es der TuS Müssen-Billinghausen, der erstmals diese Zusammenführung in seinem Vereinsnamen verwendete.

 

Heute sind es einige Vereine, die in beiden Ortsteilen gemein- sam aktiv sind und den Doppelnamen Müssen-Billinghausen ver-wenden, z.B.

 

  • Dorfgemeinschaft Müssen-Billinghausen 
  • Arbeiterwohlfahrt Müssen-Billinghausen e.V.
  • TUS Müssen-Billinghausen e.V.

Was haben Müssen und Billinghausen gemeinsam?

 

Beide Ortsteile sind landwirtschaftlich geprägte Dörfer, in denen Handel, Handwerk und Gewerbe nur schwach vertreten sind.

 

War das Leben früher gekennzeichnet durch viele kleinere Höfe oder bäuerliche Anwesen, so sind es heute nur noch einige Groß- betriebe die im landwirtschaftlichen Haupterwerb bewirtschaf- tet werden.

Feuerwehr-Gerätehaus Löschzug Hörste der Freiwilligen Feuerwehr Lage

Feuerschutz

 

Eine Feuerwehr hat es weder in Billinghausen noch in Müssen je- mals gegeben.

 

Beide Ortsteile waren Mitglied im Feuer-löschverband Hörste.

 

Wenn also in Müssen oder Billinghausen ein Brand ausgebrochen war, mußte zunächst die Feuerwehr aus Hörste zur Brandbekämpfung ausrücken.

 

Bei Großbränden wurden dann weitere Einsatzkräfte der Feuer- wehren Lage oder Kachtenhausen hinzugezogen.

 

Aus beiden Gemeindekassen flossen dafür jährlich beträcht- liche Geldbeträge zur Unterhaltung der Feuerwehr bzw. zum Bau des Feuerwehrgerätehauses über den Berg nach Hörste.

 

Was gibt es nicht mehr in beiden Ortsteilen:

 

In beiden Ortsteilen geschlossen wurden die:

  1. Zweigstellen der Sparkasse Detmold
  2. Filialen der Deutschen Post
  3. in Müssen die Großschlachterei Landwehr
  4. in Billinghausen die Großschlachterei Pieper

sowie mehrere Handwerksbetriebe, Geschäfte und Gaststätten.

Stromversorgung

 

Nach den 1. Weltkrieg erfogte die Elektrifizierung in Lippe.

 

Ab 1918 wurden Überlandzentralen errichtet, von denen eine sich am Kohlpott in Pivitsheide befand.

Von dort aus wurde auch die Trafostation in Billinghausen gegenüber der alten Schule versorgt und die Leitung führte dann weiter nach Ehlenbruch und Ohrsen.

 

Wie das Elektrizitätswerk Wesertal in der Lippischen Rund-schau am 30.05.1952 berichtet, steht die neu errichtete Über-landleitung (25.000 V), die durch die Gemarkung Billinghausen führt, jetzt unter Hochspannung.

Das Besteigen der Masten ist somit Lebensgefährlich.

Wasserversorgung

 

1957 begannen die Bohrungen für eine zentrale Wasserversor- gung in Billinghausen und der Wasserbeschaffungsverband Bil- linghausen-Müssen war gegründet worden.

 

Auch hier zeigt sich, dass Billinghausen und Müssen immer eng zusammengearbeitet haben.

 

Schon 1959 waren die Baumaßnahmen abgeschlossen und fast alle Gebäude in Müssen und Billinghausen an die zentrale Wasserversorgung angeschlossen.

 

Siedlungsgebiete

 

In beiden Ortsteilen setzte ab den 1960er Jahren eine rege Bautätigkeit ein.

 

Neu Siedlungsgebiete wurden erschlossen und die überschauba- ren Grundstückspreise boten gute Anreize für den Bau eines Eigenheims.

 

Entsprechend der neuen Siedlungsgebiete verdoppelte sich von 1960 und bis zum Jahr 2000 die Einwohnerzahl in beiden Orts- teilen.

Flachdach-Siedlung Berliner Straße / Siedlungsgebiet Windaustraße

Kindertagesstätten

 

In beiden Ortsteilen betreibt die Stadt Lage jeweils eine Kin- dertagesstätte.

 

In Müssen stehen 75 Plätze und in Billinghausen 70 Plätze zur Verfügung.

Kindertagesstätten: Billinghausen (links) Müssen (rechts)

Ärztliche Versorgung

 

In beiden Ortsteilen hat es zu keiner Zeit eine hausärztliche Versorgung der Bevölkerung gegeben, lediglich im Ortsteil Müssen war für einige Zeit eine Zahnarztpraxis ansässig.

 

Wollten die Bewohner einen Hausarzt aufsuchen, mußten sie entweder nach Hörste (Dr. Schwiese oder Dr. Schreiber), Pi-vitsheide (Dr. Schurich oder Dr. Baumgarten) oder einen der Ärzte in der Stadt Lage aufsuchen.

 

Wie mir kürzlich berichtet wurde, soll jedoch Mitte des Jahres 1946 in der Gaststätte Vogt im Barke ein Dr. Fuhrmann als praktischer Arzt tätig gewesen sein.

Dieser soll in den spätenm 1940er Jahren versucht haben in der heutigen Grabenstraße ein Gebäude zu errichten, um dort dann eine Hausarzt-Praxis zu betreiben.

Nähere Angaben hierzu konnten mir aber nicht gemacht werden.

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