19.10.2017                                   Fahrt mit der Moorbahn im Neustädter Mor und Kranichbeobachtung im Uchter Moor

Quelle: Google Maps Routenplaner

Unser diesjähriger Herbstausflug führte uns in die Diepholzer Moor- niederung und hier ganz speziell ins Neustädter Moor.

 

Das Neustädter Moor ist ein Na-turschutzgebiet in der nieder-sächsischen Gemeinde Wagen-feld, Ortsteil Ströhen, im Land-kreis Diepholz.

 

Es ist zum größten Teil Bestandteil des gleichnamigen FFH-Gebietes und des EU-Vogelschutzgebietes „Diepholzer Moorniederung“.

 

Das Naturschutzgebiet „Neustäd-ter Moor“ ist das älteste der vier Naturschutzgebiete.

Es stellt einen Teil eines Hochmoorgebietes unter Schutz, das durch Handtorfstiche, aber auch industriellen Torfabbau ver-ändert wurde.

Die betroffenen Bereiche sind mittlerweile renaturiert.

 

Das Gebiet wurde mehrfach erweitert.

War es zunächst rund 150 Hektar groß, wurde es 1972 um rund 50 Hektar, 1981 um ca. 16 Hektar und 1983 schließlich nochmal um rund 22 Hektar auf seine heutige Größe erweitert.

Schlange stehen an der "Tränke"

Auf unserer Fahrt nach Ströhen legten wir zu-nächst kurz hinter Rahden eine Pause ein, um einen kleinen Frühschoppen ab-zuhalten.

Monika hatte ihren be-rühmten Flaschenkorb wie-der dabei und schenkte fleißig aus.

Anschließend ging die Fahrt weiter zum Ströher-Lokschuppen, wo dann das Mittagessen auf uns wartete.

 

Die nachfolgende Bildergalerie zeigt Impressionen vom Frühschoppen

Ströher Lokschuppen >>> Geselligkeit am Gleis

In Ströhen angekommen fuhren wir zum „Ströher Lokschuppen“ zum Mit-tagessen.

 

Wir wurden mit einem Grill-Buffet (3 Sorten Fleisch, 4 Salate, Brö-tchen und verschiedene Saucen) vorzüglich be-wirtet und waren somit für die Fahrt mit der Moor-Bahn „SPUR-WECHSEL“ und den Moor-Spaziergang hervorragend gestärkt.

 

Die nachfolgende Bildergalerie zeigt Impressionen vom Mittagessen und unserem Aufenthalt im Ströher Lokschuppen.

Auch ein "Auto-Reisezug" war auf einem Abstellgleis neben dem Ströher Lok-Schuppen abgestellt. Auf blanken Reifen, nur auf den Felgen verrottete er so langsam vor sich hin.

Als nächstes sollte dann eine Fahrt mit der Moor-Bahn ins Neustädter Moor unternom-men und am Endbahnhof eine Wanderung durch das Moor erfolgen.

 

Die Ströher Moor-Bahn fährt mit einer Geschwindigkeit von 6 km/h vom Moorbahnhof in etwa 45 Minuten zum 3 Kilometer entfernten Moor-Padd im Neustädter Moor und nach ca. 1,5 Stunden Aufenthalt wieder zurück.

 

Bevor die Fahrt aber begann, mußten wir uns bei Monika am Bus erst noch etwas Mut antrinken!!!

 

Die nachfolgende Bildergalerie zeigt Impressionen vom "Mut antrinken" und der Fahrt mit der Ströher Moor-bahn.

Moor-Padd

 

Der Moor-Padd ist ein Moorlehr- und Erlebnispfad durch den mystischen hochmoortypischen Lebensraum mit sei-ner spezifischen Tier- und Pflanzen-welt.

 

Während der etwa 1,5 km langen Wanderung durch das Moor wird neben der Entstehung auch der Wandel von der Nutzung des Moores hin zum Naturschutz dargestellt und somit auch für Maßnahmen zum Erhalt des Moores sensibilisiert.

Der Holzbohlen-Pfad durch das Moor

Vielfältig ist das Moor - und so gestaltet sich auch der Moor-Padd im Natur-schutzgebiet Neustädter Moor.

Zu Fuß geht es über na-türlichen Moorboden, auf Holzhäcksel, über Brü-cken und die Moorloipe - einem Holzweg nach be-währtem Schwedenprin-zip.

An insgesamt 19 Stationen werden unterschiedliche Themen rund um den Lebensraum Hochmoor behandelt.

Die Moor-Matschkuhle, baden erlaubt!!!

Moor-Matschkuhle

 

Viele Menschen schät-zen ein Bad im Moor zur Vorsorge und Hei-lung verschiedener Krankheiten.

 

In verschiedenen Kur- und Heilkliniken wer-den Anwendungen mit Torfschlamm ange-boten.

 

Eine andere Art der Anwendung bietet die Moormatschkuhle – Torftreten.

Das Wasser aus der Pumpe ist nicht dreckig, sondern durch Huminstoffe bräunlich gefärbt.

Die Farbe entsteht durch abgestorbene Pflanzenreste, die im sauren Moorwasser nicht abgebaut werden.

Der Wassertümpel wächst langsam von außen zu

Schwingrasen

Ein Moorgewässer verlandet

 

Torfmoore und Woll-gräser mit weiteren typischen Hochmoor-pflanzen wachsen hier eng verwoben auf dem Wasser eines alten Torfstichs.

 

Die Pflanzen sind vom Rand aus in das Gewässer gewachsen.

Erst nach vielen Jahrzehnten bildet die Pflanzendecke eine tragfähige Schicht.

Es bleiben jedoch gefährliche Löcher.

Schwingrasen dürfen nicht betreten werden, Lebensgefahr!!!

Hier zeigt sich was übrig bleibt, wenn jemand kopfüber ins Moor gestürzt ist.

 

Die nachfolgende Bildergalerie zeigt Impressionen von der Wanderung über den Moor-Padd im Neustädter Moor

Wohnhaus der Moor-Schäferei

Moor-Schäferei und Archehof Teerling

 

Weidegebiete:

  • im Neustädter Moor
  • in der Bleckriede
  • im Holzhauser Bruch
  • in der Kirchdorfer Heide
  • Kuppendorfer Heide
  • Glanerbraut in der Nähe vom Pestruper Gräberfeld
  • auf dem Pestruper Gräberfeld

Tierbesatz:

-  900 Moorschnucken-Mutterschafe & Nachzucht,
-  ca. 70 Diepholzer Gänse,

-  deutsche Sperber-Hühner

-  Border Collies und Altdeutsche Hütehunde

In Deutschland stehen über 100 Tier-Rassen auf der „Roten Liste der gefährdeten Nutztier-rassen“ der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustier-rassen e.V. (GEH).

 

Um diese Rote Liste Rassen geht es in dem 1995 ins Leben gerufe-nen Arche-Projekt.

Ziel des Projektes ist es, diese Rassen in der landwirtschaft-lichen Produktion zu halten, ihr Leistungspotential und ihre be-sonderen Eigenschaften gezielt zu nutzen und so deren langfris-tige Erhaltung zu gewährleisten.

Bei den Arche-Höfen liegt der Schwerpunkt in der landwirt-schaftlichen Nutzung der Tiere.

Mindestbestandsgrößen sowie der gezielte Austausch von (Zucht-)Tieren gefährdeter Haustierrassen mit anderen Züchtern sichern dabei die nachhaltige Zuchtarbeit.

 

Die nachfolgende Bildergalerie zeigt Impressionen von der Moor-Schäferei, vom Arche-Hof und von der Rückfahrt mit der Moor-Bahn.

Kranich-Beobachtung im Uchter Moor (Großes Moor)

 

Nachdem wir wie-der am Moor-Bahnhof in Ströhen angekommen waren, bestiegen wir mit einem sehr kompetenten und ortkun-digen Kranich-Führer den Bus und fuhren zur Kranich-Beobach-tung ins Große Moor bei Uchte.

Das Große Moor (auch Uchter Moor beziehungsweise Großes Uchter Moor genannt) ist ein 3.263 ha großes Hochmoorgebiet bei Uchte in Niedersachsen, das seit 2007 unter Naturschutz steht.

Das Moorgebiet besteht aus teils naturnahen Bereichen, ehe-maligem bäuerlichen Torfstichen sowie Hochmoorgrünland.

 

Das Große Moor besteht aus diesen Teilmooren:

  • Burg-Moor
  • Herren-Moor
  • Löh-Moor
Kraniche im Verbandsflug in der Nähe von Windkraftanlagen

Schlafplatz im Wasser

 

Nach der Abtorfung müssen die Moorflächen wiedervernässt und renaturiert werden.

Vor der Wiedervernässung werden die Flächen eingeebnet und die Entwässerungsgräben verschlossen.

Zusätzlich wird mithilfe von Torfdämmen das Niederschlags-wasser auf den Moorflächen gehalten: die Vernässung beginnt.

Je nach Niederschlagsmenge überstauen die Flächen unter-schiedlich hoch.

Schon nach kurzer Zeit siedeln sich hier die ers-ten typischen Moorpflanzen wie Torfmoose und Wollgräser an.

Deutlich länger braucht es dagegen bis sich aus den Pflanzenres-ten wieder Torf bildet.

 

Kraniche übernachten stehend in den etwa knietiefen Wasserbe-reichen.

Kraniche auf Futtersuche

Die durch die Wiedervernässung entstandenen überstauten Moor-flächen sind optimale Schlaf-plätze für die Kraniche.

 

In unterschiedlich großen Grup-pen verbringen die Vögel hier die Nächte – sicher vor Störungen und möglichen Feinden wie z.B. dem Fuchs.

 

Die Kranich-Rast kann von etwa Mitte/Ende September bis ca. Ende November erwartet wer-den.

Bis zu 100.000 Vögel machen jährlich auf ihrem Weg in die süd-europäischen Überwinterungsgebiete Rast in der Diepholzer Moorniederung und im Naturpark Dümmer.

Die nachfolgende Bildergalerie zeigt Impressionen von unse-rer Kranich-Beobachtung im Großen Moor bzw. vom Aus-sichtspunkt Darlaten bei Uchte.

(Aufgrund des großen Abstands zu den Vögeln und teilweise Aufnahmen aus dem fahrenden Bus ist die Qualität der Bilder etwas beeinträchtigt).

Nach einer angenehmen und schnelle Rückfahrt machten wir noch unse-re obligatorische letzte Pause auf der BAB-Rast-stätte Lipperland an der A2.

Monika packte ihr Ge-tränkekörchen aus und wir konnten den "Ab-schieds-Trunk" geniesen.

Gegen 20:15 Uhr kamen wir dann nach einem erlebnisreichen Tag wieder in Müssen-Billinghausen an und eine hervorragend organisierte Fahrt ging zu Ende. 

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