26.04.2016

Ofenhausen, Rühler Schweiz und Töpferdorf Fredelsloh

Das lippische Hügelland

Mit der Frühlings- fahrt wird traditionell die Fahrten-Saison der AWO Müssen-Billinghausen eröff- net.

 

In diesem Jahr führ- te uns die Fahrt durch die Rühler Schweiz nach Oven- hausen und in das Töpferdorf Fredelsloh.

(Quelle Google Maps Routenplaner)
Fahrt im bequemen Reisebus der Fa. Motzek

Zunächst fuhren wir durch das südöstliche lippische Hügelland in das kleine Örtchen Ovenhausen bei Höx- ter, wo wir zum Mit- tagessen in der Bau- ernstube Schenken- Küche erwartet wur- den.

Historie Bauernstube Schenken-Küche

 

Dort, wo das Weser-bergland so ist, wie Kenner es lieben, die Hügel sanft verlaufen, weser-ländisches Fach- werk die Häuser-zeilen lebendig gestaltet; es Orte gibt, deren Ursprung weit zurückliegt - kurz dort, wo so mancher gerne verweilt, liegt die Bauernstube Schenken-Küche.

 

20 Jahre hatte der alte Hof am Kapenberg in Höxter-Ofenhausen leer gestanden und wurde als Wagenremise genutzt, bis 1977 Anton Böger junior, der das 200 Jahre alte Anwesen von seinem Vater Anton bekommen hatte, und seine Frau Marita das Bauern-haus umbauten.

Vier Jahre lang steckten sie jede freie Minute in die Renovierung, bis die Bauernstube in neuem Glanz erstrahlte.

 

Es entstanden eine urige Theke sowie einige Sitzplätze in der Diele, rund um eine Feuerstelle.

 

1981 war es dann soweit, die Schenkenküche konnte eröffnet werden, wobei ein Ambiente wie zu "Großmutters Zeiten" ent- standen war.

 

1987 wurde dann ein altes Bauernhaus aus Ruensiek fachgerecht zerlegt und originalgetreu als Erweiterungsbau an die Schenken- Stube angebaut.

 

Dank der fleißigen Helfer entstand ein großer Festsaal mit einer großen Diele, romantischen Nischen und einer Empore mit gemüt-lichen Sitzecken.

 

Die Bauernstube Schenken-Küche bietet damit Platz für bis zu 300 Gästen, für Familienfeiern, Hochzeiten, Busreisen, Betriebs-

feiern, Weihnachtsfeiern und vielen weiteren Anlässen, zudem gibt es im Sommer einen idyllischen Biergarten.

 

Damit die Geselligkeit nicht zu kurz kommt ist es zur Tradition geworden, dass nach dem Essen der Holzschuhtanz mit den Gäs- ten stattfindet, in Bauernkitteln und Holzschuhen wird auf der Diele getanzt und gefeiert.

Die Spezialität der Schenken-Küche: Gebackerner Hinterschinken vom Schwein

Als wir an der Schenken-Küche eintrafen, öffnete der Himmel, wie sooft in diesen Tagen, seine Schleusen und ein kräftige Graupelschauer ging auf uns hernieder.

 

Wir begaben uns schnellsten in die Schenken-Stube, nahmen unsere Plätze ein, wurden mit Getränken versorgt und warteten auf den Schinkenbraten.

Der leckere Schinken-Braten

Nachdem der Schinken-Braten vor unseren Augen flambiert wurde, eröffnete der Wirt das Buffet und wir konnten den Schinken-Braten mit den herrlichen Beila- gen geniesen.

 

Es hat allen gut geschmeckt und nach dem Essen bat der Wirt dann zum Tanz.

Umkleiden zum Tanz

Zunächst mußten einige Freiwillige die alten Gewänder über- ziehen, bevor dann unter der Regie des Wirtes einige alte Tänze aufgeführt wurden.

 

Für alle Teilnehmer und auch die anderen Gäste sicherlich ein großes Schauspiel mit viel Witz, Humor und guter Laune.

Schnell verging die Zeit in der Schenken-Küche, wir mußten Abschied nehmen und setzten unsere Fahrt in Richtung des alten Töpferdorfes Fre- delsloh fort.

 

Nachdem wir die Weser überquert und einige Kilometer im Solling zurückgelegt hatten, erreichten wir das Töpferdorf Fredelsloh.

 

Fredelsloh

 

Fredelsloh ist ein Stadtteil von Moringen im südlichen Nieder-sachsen und als Künstler- und Töpferdorf bekannt, sowie ein anerkannter Ausflugsort in Niedersachsen.

 

Seit über 1000 Jahren wird im Raum Fredelsloh Ton abgebaut und verarbeitet.

 

Über die Jahrhunderte hat sich eine Kunstfertigkeit heraus- gebildet, die heute noch in jeder Fredelsloher Keramik sichtbar wird.

 

Seit mehr als 875 Jahren überragt die romanische Kirche mit ihren imposanten Türmen das kleine Örtchen, seltene Pflanzen säumen die Wege in und außerhalb der Klostermauern.

 

Kirche, Rose und Tonkrug prägen das historische Wappen und stehen auch heute noch für den traditionellen, kulturellen und naturverbundenen Anspruch des Ortes.

Kirche Fredelsloh

Als wir in Fredelsloh eintrafen, hatte der Himmel natürlich wie- der seine Schleusen geöffnet und dement- sprechend niederge- schlagen war auch die Stimmung in Fredels- loh.

 

Ob dieses nun am eher schlechten Wetter bzw. der noch frühen Jahreszeit oder ob es am Ort Fredelsloh lag, muß jeder für sich entscheiden.

 

Der Ort Fredelsloh machte auf uns einen eher trostlosen Ein- druck, kaum ein Geschäft oder eine Töpferstube, auch kaum ein Cafe bzw. Gaststätte waren geöffnet und so blieb uns nur die Besichtigung der alten Kirche und ein kleiner Rundgang durch den Ort.

Kirche Fredelsloh

Kleine Kirchen-Geschichte der Fredelsloher Kirche

 

1132/1135 erfolgt die Grün-dung der Kirche und des Chor- herrenstifts durch den Erz-bischof Adalbert I. von Mainz.

 

1146 kommen auch Frauen ins Stift, ein sogenanntes Doppel- konvent, mit einem in einem separaten Gebäude unterge-brachten Frauenkonvent, ent-steht.

 

Um den Umgang mit den Herren einzuschränken, erhalten die Stiftsdame einen eigenen Zugang zur Kirche.

 

1290 wird die Kirche durch ein Feuer zerstört, von dem man noch heute Brandspuren an den Pfeiler erkennen kann.

 

1664 verläßt die letzte Nonne das ehemalige Stift, welches als Kostergut landwirtschaftliche weitergeführt wird, wobei das Langhaus der Kirche als Kornspeicher genutzt wird und die Got- tesdienste im Querhaus sowie in der Apsis stattfinden.

 

1963 bis 1973 erfolgen umfangreiche Umbauarbeiten an der Kirche, der romanische Urzustand wird wieder hergestellt.

 

Daten und Fakten der Kirche:

 

Name:    St. Blasii und Marien

Baubeginn:         1132

Länge:              50,5 m

Breite:             25,8 m

Türme:            28,5 m hoch

Altes Lagergebäude in Höxter an der Weser

Nach ca. einer Stun- de Aufenthalt in Fredesloh verließen wir den Ort dann wieder und begaben uns auf die Rück- fahrt.

 

Nachdem wir in Höxter die Weser überquert hatten, ging die Fahrt über die B239 vorbei an Stein- heim und Detmold zurück nach Billinghausen und Müssen, wo wir dann gegen 19:00 Uhr wieder angekommen sind.

 

Die nachfolgende Bilder-Galerie zeigt Eindrücke von unserer Frühlingsfahrt

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